Vorsteuer berechnen: wie geht es?

Vorsteuer berechnen
Die Vorsteuer berechnen

Die Berechnung der Vorsteuer ist kein Buch mit sieben Siegeln. Wer zum Abzug der Vorsteuer berechtigt ist, kennt das. Außerdem machen das heutzutage die Computer von selbst.

Im Prinzip ist die Vorsteuer das äquivalent der Umsatzsteuer.

Umsatzsteuer und Vorsteuer: der Unterschied

Man kann sich das einfach merken: Die Umsatzsteuer muss jeder Endverbraucher bezahlen, wenn er eine Ware oder Dienstleistung kauft. Sie ist im Endverbraucherpreis enthalten und auf der Rechnung ausgewiesen.

Wird diese Ware oder Dienstleistung jedoch von einem Unternehmen erworben, das berechtigt ist zum Vorsteuerabzug, dann bezahlt es gegenüber dem Verkäufer auch die Umsatzsteuer.

Die Vorsteuer ist genauso hoch wie die Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer kann es aber gegenüber dem Finanzamt als Vorsteuer geltend machen. Die Vorsteuer ist also genauso groß wie die Umsatzsteuer und ist als Kosten des Unternehmens abrechenbar.

Oder anders gesagt: Der Unternehmer holt sich vom Finanzamt die Umsatzsteuer wieder, indem er die Vorsteuer als betriebliche Kosten ansetzt.

Wie berechnet man die Vorsteuer genau?

In der Praxis funktioniert das so, dass das Unternehmen in den meisten Fällen eine monatliche Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt abgeben muss.

Jedenfalls bei Betrieben mit höheren Umsätzen. Kleine Unternehmen müssen ab 2 Jahre nach Gründung und bei einem Umsatzsteuervolumen bis 1000 € im Jahr nur eine jährliche Umsatzsteuererklärung abgeben.

In der Umsatzsteuererklärung erklärt das Unternehmen, welche Umsatzsteuer es bezahlt hat und welche Vorsteuer es geltend macht.

Die Differenz zwischen beiden ist die Summe an Umsatzsteuer, die das Unternehmen für Waren zum Eigenverbrauch bezahlt hat.

Die Vorsteuer berechnen: ein Beispiel

Ein Beispiel: Das Unternehmen kauft für 1000 € netto10 Kaffeemaschinen. Es bezahlt dafür 1190 €, also 119 € Umsatzsteuer.

Da es ein Handelsunternehmen ist, verkauft es 9 Kaffeemaschinen, die der Einfachheit halber mal zusammen 900 € kosten sollen. Es nimmt demnach 1071 € ein.

Eine Kaffeemaschine bleibt im Unternehmen für die Kantine. Das Unternehmen hat 190 € Umsatzsteuer gezahlt und rechnet 171 € Vorsteuer ab.

Die Differenz von 19 € ist die Umsatzsteuer für die Eigennutzung der Kaffeemaschine.

Die Umsatzsteuer ist ein durchlaufender Posten, der mit der Vorsteuer verrechnet wird

An diesem Beispiel ist das Prinzip erkennbar. Für die weiterverkaufte Ware ist die Umsatzsteuer ein Durchlaufposten, der mit der Vorsteuer verrechnet wird.

Das Unternehmen bezahlt zunächst die Umsatzsteuer, erhält sie aber als Vorsteuer wieder.

Nur auf das, was im Unternehmen verbleibt, kann es keine Vorsteuer verlangen. Denn in diesem Fall ist das Unternehmen der Endverbraucher.

Online Steuerberatung Vorsteuer berechnen

Sie haben eine steuerliche Frage zum Thema "Vorsteuer berechnen"? Fragen Sie einen Steuerberater online! -> So funktioniert die Online Steuerberatung

 

Vorsteuer berechnen