Umsatzsteuerregelungen und wann kann die Umsatzsteuervoranmeldung vierteljährlich abgegeben werden

Umsatzsteuervoranmeldung vierteljährlich
Wann kann man die Umsatzsteuervoranmeldung vierteljährlich abgeben?

Steuern sind in der Bundesrepublik grundsätzlich eine Bringeschuld.

Das bedeutet, dass der Steuerpflichtige sämtliche Steuern selbst erklären muss.

Das Finanzamt prüft dann lediglich diese Erklärung und legt die Steuer fest. Viele Millionen Bundesbürger kennen das alljährliche Ritual des Erstellens der Einkommensteuererklärung.

Unternehmer haben da noch viel mehr zu leisten. Denn sie müssen nicht nur eine Einkommens- oder Körperschaftsteuererklärung abgeben, auch eine Gewerbesteuererklärung, eine Umsatzsteuererklärung usw. Und sie müssen ihre Umsatzsteuer sogar anmelden. Mittels der Umsatzsteuervoranmeldung.

Die monatliche Umsatzsteuererklärung

Wenn ein Unternehmen gegründet wird, muss es grundsätzlich eine monatliche Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt einreichen. Neuerdings geht das ausschließlich elektronisch.

Mit der Anmeldung des Unternehmens beim Finanzamt teilt dieses dem Unternehmen mit, zu welchen Terminen es eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben muss.

Wann muss die monatliche Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt eingehen?

Im Allgemeinen ist es der 10. des Folgemonats. Diese Regelung gilt grundsätzlich 2 Jahre lang. 2 Jahre muss also eine monatliche Umsatzsteuervoranmeldung eingereicht werden.

Nach 2 Jahren entscheidet das Finanzamt, ob diesbezüglich eine Änderung erfolgen kann.

Wann kann man die Umsatzsteuervoranmeldung vierteljährlich abgeben?

Liegt die jährlich anfallende Umsatzsteuer unter 7500 €, teilt das Finanzamt dem Unternehmer mit, dass nunmehr eine Umsatzsteuervoranmeldung vierteljährlich erforderlich ist. Über 7500 € bleibt es bei der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung.

Liegt die im Jahr zu zahlende Umsatzsteuer unter 1000 €, erlässt das Finanzamt einen Bescheid dahingehend, dass der Unternehmer jährlich eine Umsatzsteuererklärung abgeben muss und keine Umsatzsteuervoranmeldung mehr.

Warum gelten derartige Regelungen für die Umsatzsteuervoranmeldung?

Dieses umständliche Prozedere hat den Sinn, einerseits dem Finanzamt schnellstmöglichst die Umsatzsteuer zuzuführen, andererseits unnötige Arbeit zu ersparen.

Im Anschluss an die Abgabe einer Umsatzsteuervoranmeldung ist die auf diese Weise vom Unternehmer selbst errechnete Umsatzsteuer innerhalb von 4 Wochen an das Finanzamt zu zahlen. Denn der Staat möchte die Umsatzsteuer, die beim Unternehmer ja nur ein Durchlaufposten ist, schnell erhalten und verwenden können.

Als Unternehmer sind Sie nur „Staatseintreiber“ der Umsatzsteuer, Ihnen gehört dieses Geld nicht!

Überhaupt ist das Thema Umsatzsteuer beim Finanzamt sehr wichtig. Denn das Finanzamt geht davon aus, dass der Unternehmer die Umsatzsteuer im Auftrag des Staates einzieht und nicht Eigentümer des Geldes wird. Im Moment des Bezahlens der Umsatzsteuer durch den Endverbraucher ist der Eigentümer des Geldes automatisch der Staat.

Die Umsatzsteuer ist die zweitgrößte Einnahmequelle des Staates

Neben der Lohnsteuer ist die Umsatzsteuereinnahme die zweitgrößte Einnahmequelle des Staates überhaupt. Deshalb wurde sie auch in den letzten Jahrzehnten regelmäßig erhöht. Sie ist in den europäischen Ländern unterschiedlich hoch.

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