Was ist die Tonnagesteuer?

Was ist die Tonnagesteuer?
Was ist die Tonnagesteuer?

Steuern sind das Brot des Staates. Ohne Steuern funktioniert der Staat nicht, ohne Steuern läuft nichts in unserem Land. Je älter der deutsche Staat wird, desto mehr Steuern wird er benötigen. Das hat die Vergangenheit gezeigt.

Auf fast alle Lebensbereiche hat der Staat sein Auge geworfen, wenn es um die Erhebung von Steuern geht. Eine dieser Steuern ist die Tonnagesteuer.

Die Tonnagesteuer: Gewinnermittlung im Massengutgeschäft

Obwohl der Begriff Tonnagesteuer eigentlich falsch ist. Inhaltlich gesehen handelt es sich bei der Tonnagesteuer um eine Form der Gewinnermittlung im Massengutgeschäft der Schiffe.

Grundlage für die Tonnagesteuer ist die Nettoraumzahl eines Schiffes, also dessen Größe.

Wie hoch ist die Tonnagesteuer?

Die Tonnagesteuer wird dabei als Pauschale erhoben und beträgt weniger als 0,01 € pro Tonne. Diese, allerdings sehr geringe, Tonnagesteuer fällt immer dann an, wenn das Schiff fährt, unabhängig davon, ob es einen Gewinn erzielt oder nicht.

Die Tonnagesteuer gibt es in Deutschland seit 1998

Diese Art der Gewinnermittlung nach Tonnage wurde in Deutschland 1998 eingeführt. Ziel war es, die deutsche Schifffahrtindustrie international wettbewerbsfähig zu machen, indem die Steuern international angeglichen wurden. Zuvor wurde die deutsche Schifffahrt direkt subventioniert.

Die Tonnagesteuer hatte eine Streichung der Subventionen zur Folge

Die Branche erhielt zunächst jährlich 100 Millionen DM, später 30 Millionen DM. Durch die Verringerung der Subvention wurden immer mehr deutsche Schiffe ausgeflaggt und liefen nun unter Billigflagge. Mit Einführung der Tonnagesteuer wurde die direkte Subvention gestrichen.

Als Äquivalent für die Zugeständnisse nach der Einführung der Tonnagesteuer vereinbarte die Bundesregierung mit den deutschen Reedereien, dass bis 2010 insgesamt 600 Schiffe unter deutscher Flagge fahren werden. Dies hat die Reedereiindustrie nie eingehalten. Die Tonnagesteuer blieb jedoch.

2004 wurde die Tonnagesteuer neu geregelt

Die Europäische Union führte im Jahr 2004 ein, dass die Tonnagesteuer nur für jene Reedereien und Länder gelte, bei denen nicht mehr als 40 % der Schiffe der Reederei beziehungsweise des Landes keine EU-Flagge fahren. Auch daran halten sich die deutschen Reedereien nicht. Das Fahren unter Billigflagge ist zu lukrativ.

Wie wird die Tonnagesteuer ermittelt?

Die Voraussetzung für die Ermittlung des Gewinns nach Tonnage ist ein formloser Antrag an das Finanzamt. Dieser Antrag auf Erteilung einer Genehmigung für Tonnagesteuer bindet den Eigentümer für 10 Jahre.

Es gelten weitere Voraussetzungen wie Sitz der Geschäftsführung im Inland, der kaufmännische Geschäftsbetrieb (Reederei) befindet sich auf deutschem Hoheitsgebiet und die Eintragung im deutschen Schiffsregister. Eine deutsche Beflaggung ist nicht Voraussetzung.

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Tonnagesteuer