Die Steuerklasse bei einem Todesfall

Steuerklasse TodesfallEin Todesfall in einer Ehegemeinschaft bedeutet neben dem Verlust eines lieben Menschen, der ganz persönlichen Belastung, auch immer eine ganz konkrete finanzielle Belastung.

Dem Letzteren möchte der Gesetzgeber steuerlich entgegenwirken. Dieses Entgegenkommen zeigt sich bei der Zuweisung der Steuerklasse nach einem Todesfall.

Muss die Steuerklasse nach Todesfall geändert werden?

Grundsätzlich muss die Steuerklasse im Jahr des Todes und dem darauf folgendem Kalenderjahr nicht geändert werden.

Wurde jedoch ein Ehegattensplitting durchgeführt und der Hinterbliebene wird unter der Steuerklasse 5 geführt, kann er die Veranlagung in Steuerklasse 3 beantragen.

Auch diese Lohnsteuerklasseneinteilung ist lediglich für das Todesjahr und das folgende Jahr gültig.

Witwensplitting bzw. Gnadensplitting

Sie wird in diesem speziellen Fall Witwensplitting oder auch Gnadensplitting genannt und begründet sich in die Vorschrift aus Paragraf 38b Nummer 3b des Einkommensteuergesetzes.

Diese ausgesuchte Form der Einzelveranlagung muss beim zuständigen Finanzamt beantragt werden. Nach der erwähnten Zeit von Todesjahr und nachfolgendem Kalenderjahr wird der alleinstehende Hinterbliebene gewöhnlich in die Steuerklasse 1 eingeteilt.

Auch die Steuerklasse 2 kommt durchaus in Frage

Natürlich kann auch eine andere Lohnsteuerklasse in Frage kommen, sollten zum Beispiel noch Kinder im Haus leben, die vorteilhafte Steuerklasse 2.

Hier würde der Alleinerziehendenentlastungbetrag von 1308 Euro je Kind zum Tragen kommen.

In der Steuerklasse 3 erhält der hinterbliebene Arbeitnehmer einen Grundfreibetrag von 16009,99 Euro jährlich, ist die Voraussetzung für einen Kinderfreibetrag gegeben, beträgt dieser 7008 Euro.

Die Steuerklasse nach erneuter Heirat nach einem Todesfall

Sollten sich die persönlichen Verhältnisse des Hinterbliebenen dahin gehend ändern, dass er/sie wieder heiraten oder eine Ehegemeinschaft anmelden, ist er in der Pflicht, die Lohnsteuerklasse entsprechend zu ändern.

Empfohlen wird hier, wenn einer der beiden Ehepartner mehr als 60 Prozent des Gesamteinkommens bestreitet, die Steuerklassenkombination 3/5 zu wählen, um so von den Vergünstigungen der Lohnsteuerklasse 3 zu profitieren.

Bei in etwa gleich viel Verdienenden ist zu überlegen, sich mit der Steuerklasse 4 oder auch der Lohnsteuerklasse 4 Faktor, bei der ein Optionsrecht besteht.

Hier kann dann die Steuer, ganz nach dem, welchen Anteil einer Steuerpflichtiger am Gesamteinkommen hat, versteuert werden.

Arbeitgeber: was muss im Todesfall beachtet werden?

Das Dienstverhältnis eines Arbeitnehmers findet mit seinem Tod ein Ende. Den Erben des Verstorbenen steht die Lohnleistung zu, die der Verstorbene bis zu seinem Tod erwirtschaftet hat.

Diese ist vom Arbeitgeber in den Nachlass zu transferieren. Um eine gerechte Verteilung der Ansprüche auf alle Erben zu gewährleisten, erhält das Verlassenschaftsgericht eine Liste der offenen Nettobezüge.

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