Der Steuersatz in Steuerklasse 3

Steuerklasse 3 Steuersatz
Steuerklasse 3 Steuersatz

Viele Menschen meinen, durch Wahl einer geschickten Steuerklasse könnten sie ihr Einkommen erhöhen. Mehr oder weniger wohlmeinende Fachleute stützen diese Meinung gern.

Denn so haben sie unter Umständen einen neuen Mandanten gewonnen. Dabei hängen die Steuerklasse und der individuelle Steuersatz mitnichten zusammen.

Obwohl beides steuerliche Fachbegriffe sind, sind sie vollkommen unterschiedlich zu bewerten.

Was ist die Steuerklasse eigentlich?

Die Steuerklasse ist eine Einteilung, in die bestimmte Menschen entsprechend ihrer sozialen Situation eingeordnet werden.

Wobei nur verheiratete Personen oder Eingetragene Lebenspartnerschaften überhaupt die Möglichkeit haben, ihre Steuerklasse selbst zu wählen. Für sie kommt standardmäßig die Lohnsteuerklassenkombination 4/4 in Betracht.

Wenn beide Partner jedoch unterschiedlich hohe Einkommen haben, können sie auch die Kombination Steuerklasse 3/5 wählen, wobei für die Lohnsteuerklasse 3 wesentlich geringere monatliche Steuern zu zahlen sind.

Wovon hängt der Steuersatz ab?

Der Steuersatz hat jedoch nichts damit zu tun. Es ist der individuelle Grenzsteuersatz, den die jeweilige steuerpflichtige Person im entsprechenden Jahr aufgrund ihrer sozialen Zugehörigkeit und weiterer Faktoren zu zahlen hat.

Der Steuersatz hängt also nicht davon ab, in welcher Steuerklasse die Person ist. Das liegt daran, dass erst am Jahresende, im Rahmen der Erstellung eines Einkommensteuerbescheides, überhaupt festgestellt wird, wieviel Steuer jede Person zu zahlen hat.

Und dieser Steuersatz ist abhängig von der Einkommenshöhe, der Anzahl der Kinder, einer eventuell vorhandenen Behinderung, der Höhe von Werbungskosten usw.

Arbeitnehmer in Steuerklasse 3 haben ein höheres Nettoeinkommen

Allerdings ist es richtig, dass Menschen, die in Steuerklasse 3 eingestuft sind, ein höheres Nettoeinkommen von ihrem Bruttogehalt haben.

Aber das eben nur im laufenden Monat, nicht über das Jahr gerechnet. Im Gegenzug hat der Partner automatisch die Steuerklasse 5 und daher hohe Lohnabzüge.

Wenn sich ein Paar entscheidet, von 4/4 zu 3/5 zu wechseln, sollte es vorher einiges Bedenken.

Wann lohnt sich ein Steuerklassenwechsel?

Ein solcher Wechsel der Steuerklasse lohnt sich nur, wenn einer der Partner mindestens 2/3 des Gesamteinkommens verdient.

Außerdem ist es dazu erforderlich, dass beide Steuerpflichtige beim Finanzamt einen entsprechenden Antrag persönlich stellen. Zudem hat das den Nachteil, dass sie in jedem Fall im Folgejahr eine Einkommensteuererklärung abgeben müssen.

Vergessen sie das, wird das Finanzamt sie unter Fristsetzung daran erinnern. Der Vorteil der Kombination 3/5 ist, dass die Person mit der Steuerklasse 3 überall dort Vorteile hat, wo es auf ein höheres monatliches Nettoeinkommen ankommt, beispielsweise Krankengeld.

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