Steuererklärung rückwirkend abgeben

Steuererklärung rückwirkend
Steuererklärung rückwirkend abgeben

Es gibt seit Neuestem die Möglichkeit, für einige Jahre eine Steuererklärung rückwirkend abzugeben. Die Steuererklärung rückwirkend abzugeben ist für jene möglich, die nicht verpflichtet sind zur Abgabe einer solchen.

Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass eine solche Abgabe der Steuererklärung rückwirkend bis zu vier Jahre  möglich ist.

Im Jahr 2016 kann der Steuerbürger getrost seine Steuererklärungen 2011, 2012, 2013 und 2015 abgeben. Das vereinfacht die Möglichkeit, auch nachträglich steuerliche Sachverhalte geltend zu machen.

Und die Steuerbürger, für die die Erstellung einer Einkommensteuererklärung alljährlicher Horror ist, nutzen sie gern und häufig.

Dabei vergessen sie eins: Ob sie sie jedes Jahr abgeben oder alle vier Jahre gesammelt, machen müssen sie sie trotzdem.

Aber: Bei der rückwirkenden Steuererklärung schenkt der Steuerbürger dem Staat einen jahrelangen Kredit. Jedenfalls dann, wenn er erkleckliche Summen jedes Jahr zurückerhält.

Eine Steuerrückzahlung für mehrere Jahre summiert sich!

Natürlich, eine Steuerrückzahlung aus mehreren Jahren summiert sich und kann zu einem schönen Zubrot im Jahr der Abgabe der Einkommensteuererklärung werden. Aber so eine jahrelange Verzögerung der Abgabe hat nicht nur Vorteile. So ist es mitunter schwierig, bis zu vier Jahre zurückliegende steuerliche Sachverhalte nachzuweisen.

Jedenfalls für jenen, der nicht alle erforderlichen Unterlagen gesammelt hat. Ist es für manche schon schwer, das laufende Jahr im Auge zu behalten, alle Rechnungen, Quittungen und notwendigen Unterlagen, so ist es für bis zu vier Jahre natürlich bis zu viermal so schwer.

Lohnsteuerhilfevereine sind nicht erfreut über Steuererklärungen, die rückwirkend für mehrere Jahre erstellt werden sollen

Wer sich bei der Einkommensteuererklärung steuerliche Hilfe, beispielsweise beim Lohnsteuerhilfeverein sucht, wird dort nicht unbedingt auf freudiges Entgegenkommen stoßen, wenn er jahrelange Rückstände hat.

Denn der Beitrag eines Lohnsteuerhilfevereins richtet sich nach dem Bruttoeinkommen des Steuerzahlers. Wobei der Beitrag stets nach oben begrenzt ist. Bei Erklärungen für mehrere Jahre werden die Bruttoeinkommen der einzelnen Jahre addiert.

So passiert es sehr schnell, dass das Mitglied im Lohnsteuerhilfeverein mit seinem Bruttoeinkommen über die Beitragsbemessungsgrenze des Vereins kommt.

Das bedeutet, dass unter Umständen das zweite oder dritte Jahr, für das der Lohnsteuerhilfeberater für den Mandanten arbeitet, vom Berater umsonst bearbeitet werden muss.

Die Beiträge im Lohnsteuerhilfeverein sind eben nicht kostendeckend, da diese Vereine Vereine auf Gegenseitigkeit sind.

Aber so ganz umsonst ist auch nicht in Ordnung, schließlich ist neben der aufgewendeten Zeit und der Erfahrung des Beraters auch eine ganze Menge kostenträchtiger Bürokrieg zu erledigen.

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