Was ist der Schenkungssteuer Freibetrag?

Schenkungssteuer Freibetrag
Der Schenkungssteuer Freibetrag erklärt

Der Staat lebt von eingezogenen Steuern.

Damit er seine Aufgaben erfüllen kann, benötigt er Geld vom Bürger, immer mehr Geld. Die Staatskassen sind stetig leer, die Bürger gut zu melken.

Mittlerweile ist so ziemlich alles, was ein Bürger zum Leben benötigt, steuerpflichtig. Die Atemluft noch nicht, aber wer weiß …

Auch das Schenken ist steuerpflichtig

Auch eine an sich löbliche Tat, das Verschenken von Geld und Sachwerten, ist steuerpflichtig in Deutschland. Die Schenkungssteuer ist eine Steuer auf den Erwerb unter lebenden.

Das Äquivalent ist die Erbschaftssteuer, die ein Erwerb von Todes wegen ist. Damit nicht jede kleine Schenkung zu einem unnötigen bürokratischen Aufwand führt und der Beschenkte auch etwas von seinem Geld hat, hat der Gesetzgeber den Schenkungssteuer Freibetrag eingeführt. Erst darüber hinausgehende Beträge sind steuerpflichtig.

Schenkungssteuer und Erbschaftssteuer

Der Vorteil der Schenkungssteuer gegenüber der Erbschaftssteuer ist, dass der Schenkungssteuer Freibetrag alle 10 Jahre neu ausgeschöpft werden kann. Wer seinen Nächsten etwas mehr als nur ein paar Kröten hinterlassen möchte, sollte sich überlegen, ob er ihnen statt einer opulenten Erbschaft lieber sukzessive eine Schenkung macht.

Auf die Weise lässt sich durch den Schenkungssteuer Freibetrag die Schenkungssteuer auch für größere Beträge vermeiden.

Wie hoch ist der Schenkungssteuer Freibetrag?

Die Höhe vom Schenkungssteuer Freibetrag wird im Erbschaftssteuergesetz und Schenkungssteuergesetz definiert. Ähnlich wie bei der Erbschaftssteuer wird bei der Schenkungssteuer der Grad der Verwandtschaft zwischen Schenker und Beschenktem als Maßstab für die Einstufung in eine Schenkungssteuerklasse gewählt.

Schenkungssteuer Freibetrag: die Schenkungssteuerklassen

Wobei die Schenkungssteuerklasse nicht mit der Lohnsteuerklasse verwechselt werden sollte. In Schenkungssteuerklasse 1 fallen alle unmittelbar Verwandten.

Kinder, Eltern, Lebenspartner und Enkel. Auch Stiefkinder, Großeltern und sogar Urgroßeltern sind in Klasse 1. Geschwister, Schwiegerkinder, Schwieger- und Stiefeltern sind in der Klasse 2 eingeordnet.

Ebenso wie geschiedene Ehepartner und Partner aufgehobener eingetragener Lebensgemeinschaften. Alle anderen Beschenkten kommen in Schenkungssteuerklasse 3.

Auch der Verwandtheitsgrad bestimmt die Höhe des Schenkungssteuer Freibetrags

Der Schenkungssteuer Freibetrag ist nicht nur von der Schenkungssteuerklasse, sondern auch vom konkreten Verwandtheitsgrad abhängig.

So haben beispielsweise Ehepartner und eingetragene Lebenspartner einen steuerlichen Freibetrag von 500.000 €. Kinder und Stiefkinder 400.000 €. Enkel ebenfalls 400.000 €, wenn deren Eltern verstorben sind, andernfalls 200.000 €.

Alle anderen Personen in Steuerklasse 1 erhalten einen Schenkungssteuer Freibetrag von 100.000 €.

In Steuerklasse 2 und 3 sind es 20.000 €. Der individuelle Steuersatz beträgt je nach Wert der Schenkung 7-50 %.

Online Steuerberatung Schenkungssteuer Freibetrag

Sie haben eine steuerliche Frage zum Thema "Schenkungssteuer Freibetrag"? Fragen Sie einen Steuerberater online! -> So funktioniert die Online Steuerberatung

Schenkungssteuer Freibetrag