Lohnabzüge: Brutto- und Nettolohn

Lohnabzüge
Lohnabzüge in Prozent

Jeder abhängig beschäftigte, egal, ob er Lohn oder Gehalt bekommt, wird schmerzlich den Unterschied zwischen Brutto- und Nettolohn zu spüren bekommen.

Der Unterschied zwischen dem, was man verdient und dem, was man erhält, ist phänomenal.

Lohnabzüge in Deutschland

Die Lohnabzüge sind in der Summe in kaum einem anderen Land so hoch wie in Deutschland. aber das sozial System ist auch nirgends so gut wie bei uns. Und das wird mit diesen Abzügen finanziert.

Das macht den entscheidenden Unterschied zwischen freier Marktwirtschaft amerikanischer Prägung und der deutschen Sozialen Marktwirtschaft aus.

Wer die Soziale Marktwirtschaft möchte, muss die hohen Lohnabzüge in kauf nehmen.

Lohnabzüge werden direkt vom Arbeitgeber durchgeführt

Für Lohn- und Gehaltsempfänger werden alle Lohnabzüge vom Arbeitgeber durchgeführt und an die entsprechenden Empfänger überwiesen. Folgende Lohnabzüge gelten für alle:

       – Lohnsteuer

       – Beitrag zur Rentenversicherung

       – Beitrag zur Arbeitslosenversicherung

       – Beitrag zur Krankenversicherung

       – Beitrag zur Pflegeversicherung

Die prozentuale Höhe des Lohnabzugsbetrags wird regelmäßig den Bedürfnissen des Staates, der Rentenversicherung und der Krankenversicherung angepasst. Eine prima Selbstbedienungsmöglichkeit.

Erhöhung der Lohnabzüge

Brauchen Staat oder gesetzliche Versicherungen Geld, erhöhen sie halt die Beiträge. Wobei sich die Lohnsteuer auch nach den Lohnsteuerklassen und damit der sozialen Situation des Arbeitnehmers richtet.

Die anderen Lohnabzüge sind hingegen für alle Arbeitnehmer gleich und betragen derzeit in der Rentenversicherung etwa 10 %, der Krankenversicherung 7,5 % und in der Pflegeversicherung etwa 2 %.

Hohe Lohnabzüge belasten Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Die Abzüge vom Lohn sind nicht nur eine sprudelnde Einnahmequelle für gesetzliche Versicherungen und Staat. Sie belasten nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die Arbeitgeber.

Denn diese müssen sich paritätisch an den Kosten des Sozialstaates beteiligen. Im Prinzip muss der Arbeitgeber außer der Lohnsteuer dieselben Summen an Staat und Versicherungen abführen wie der Arbeitnehmer.

Das wiederum erhöht die lohnbedingten Kosten für das Unternehmen, letztlich die Kosten der Herstellung von Waren und Dienstleistungen. Da die Kosten in dieser Höhe in konkurrierenden Ländern nicht anfallen, sind diese Ausgaben für die Unternehmen belastend im internationalen Vergleich.

Höhere Lohnstückkosten sind ein Grund für Unternehmen, die Produktion in Billiglohnländer zu verlagern.

Immer mehr Minijobber werden eingestellt

Zusätzlich versuchen die Unternehmen in Deutschland, die Zahlung von Sozialkosten zu verringern, indem sie zunehmend Minijobber beschäftigen. Für diese müssen deutlich geringere Sozialabgaben abgeführt werden. Und so entstehen immer mehr prekäre Beschäftigungsverhältnisse.

 

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