Was zählt alles zu den Gesamtlohnkosten?

Gesamtlohnkosten
Gesamtlohnkosten

Jeder abhängig beschäftigte Arbeitnehmer verursacht für den Arbeitgeber nicht nur die Kosten, die der Arbeitnehmer in seiner Lohntüte sieht beziehungsweise auf dem Konto.

Zwar muss die Lohnsteuer ausschließlich vom Arbeitnehmer gezahlt werden, die Sozialabgaben jedoch werden weitgehend hälftig geteilt.

Die Sozialabgaben

Die Höhe dieser Sozialabgaben ändert sich jährlich. Sozialabgaben sind Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, zur Rentenversicherung, zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung.

Außer diesen Sozialabgaben, an denen auch der Arbeitgeber beteiligt ist, muss er noch weitere, durch die Beschäftigung eines Arbeitnehmers verursachte Kosten, tragen.

Die Unfallgenossenschaft

Da ist einmal der Beitrag an die Unfallgenossenschaft, in der jeder Arbeitnehmer versichert sein muss. (Das bezüglich der Mitgliedschaft in der Unfallgenossenschaft auch dann, wenn beispielsweise auf der Baustelle eines Eigenheims Personen beschäftigt sind, die nicht angestellt sind.)

Die Berufsgenossenschaft

Die Berufsgenossenschaft, in der möglicherweise Arbeitnehmer oder Arbeitgeber organisiert sind, verlangt ebenfalls ihren Obolus. Neben diesen direkten Kosten des Arbeitnehmers fallen noch indirekte an.

Der IHK Beitrag

Dies ist zum Beispiel der Beitrag zur IHK oder Handwerkskammer. Auch er vom Arbeitgeber entrichtet werden.

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Weitere Kosten fallen für den Arbeitgeber an, wenn der Arbeitnehmer eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erhält. Auch Kosten der Aus- und Weiterbildung, sofern der Arbeitgeber diese unterstützt, zählen dazu.

Weitere indirekte Gesamtlohnkosten

Indirekte Kosten eines Arbeitnehmers sind ferner die Ausstattung des Arbeitsplatzes, Büromiete, Reinigung usw.

Personalkosten und die Gesamtkosten der Beschäftigung

Die Personalkosten werden vor Einstellung eines neuen Mitarbeiters im Verhältnis zu den Gesamtkosten der Beschäftigung eines Angestellten ins Verhältnis gesetzt.

Wenn beispielsweise die reinen Personalkosten 20.000 € sind und die Gesamtkosten der Beschäftigung des Arbeitnehmers 27.000 €, beträgt das Verhältnis 13,5.

Soll ein weiterer Arbeitnehmer beschäftigt werden und 15.000 € erhalten, belaufen sich dessen Gesamtkosten also auf 20.250 €.

Mit dieser Wirtschaftlichkeitsberechnung schätzt der Arbeitgeber ab, ob er sich einen neuen Arbeitnehmer leisten kann oder nicht.

Die Lohnnebenkosten

Die Lohnnebenkosten betragen in Deutschland etwas über 40 %. Durch diese hohen Nebenkosten ist die deutsche Wirtschaft im Wettbewerb international in schlechter Position. In anderen Ländern gibt es weder Arbeitslosen-, Renten-, noch Krankenversicherung, an denen der Arbeitgeber beteiligt ist.

Hier müssen die Arbeitnehmer von ihrem Nettolohn diese Beiträge bezahlen. Deshalb redet die Politik seit Jahrzehnten davon, diese Nebenkosten zu senken, um die Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen.

De facto passiert jedoch das Gegenteil. Jedoch die Regierung gelobt Besserung.

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